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Sommerzeit – Ferienzeit! Oekumenische Ferien auch für die Senioren, diesmal in Brienz BE.

19 fröhliche Senioren und Seniorinnen waren voller Spannung und Vorfreude.  

Der Mittagshalt im Restaurant Chämihütte in Aeschiried bot uns eine wunderschöne Aussicht auf den Thunersee mit der prächtigen Umgebung.
Auf der Weiterfahrt dem türkisblauen Brienzer-See entlang, erfreuten uns die schmucken Häuser mit den gepflegten Blumen, wie es eben noch häufig anzutreffen ist! Im Hotel Brienzerburli wurden uns die Zimmer zugeteilt, die für eine Woche unsern „Rückziehort“ bilden sollten!

Am Sonntagvormittag besuchten wir bei strahlendem Wetter den Familien-Gottesdienst in der Reformierten Kirche in Brienz,  und  der Nachmittag stand zur freien Verfügung; einige nutzten den sonnigen Tag mit spazieren der Seepromenade entlang, andere mit einer Wanderung zum Wildpark, wieder andere mit einer Schifffahrt zu den Giessbachfällen!

Für  Montag stand die Fahrt auf das Rothorn auf dem Programm. Das Wetter spielte mit. Die einzige Dampfzahnradbahn der Schweiz legt seit 1892 mehrmals täglich stampfend, zischend und schnaufend die Strecke nach Rothorn Kulm zurück, als intaktes Kulturgut, mit einer  Höhendifferenz von 1678 Metern! Die prächtige Aussicht, die bunte Alpenflora und die Kuhglocken bleiben unvergesslich! Wenn man bedenkt, dass im August des Vorjahres die Strecke vom Unwetter sehr stark beschädigt wurde, und ein Unterbruch der Fahrten die Folge war, haben doch viele fleissige Arbeiter alles wieder erfolgreich instand gestellt! Nach dem Nachtessen verbrachten wir jeweils einen Teil des Abend in unserem zur Verfügung gestellten Raum, um einen Rückblick des Tages zu machen, dafür zu danken und zugleich das Programm des Folgetages zu besprechen.  

Noch immer war uns Petrus gut gesinnt, und auf dem Plan stand der Ausflug auf die Axalp! Gross war die Überraschung, als der Bus-Chauffeur zu jodeln begann; Sämi Zumbrunn, der jodelnde Chauffeur, der inzwischen mit seiner klaren Stimme weltbekannt wurde! Die Axalp liegt hoch über dem Brienzersee und überzeugt mit seiner Panoramasicht auf türkisfarbenen Brienzersee und die umliegende Bergwelt! Unglücklicherweise  waren beide Restaurants geschlossen, aber mit besonderen Ideen und einem kleinen Aufenthaltsraum mit Getränken und Snacks wurden schliesslich mehr oder weniger die kleinen Gelüste gestillt!!! Ein besonderer Schnitzlerweg lädt zum Wandern und Entdecken der Figuren ein, die nach dem Sturm Vivian von gestürzten Holzstrünken entstanden sind! Dieser Weg aber war nicht für alle Teilnehmer geeignet, so blieben einige im Dorf zurück für kurze Spaziergänge oder Erzählungen aus früheren Zeiten! Jedenfalls belohnte uns Sämi auch auf der Bus-Rückfahrt wieder mit seinen Jodel-Vorträgen!

Der Mittwochvormittag war reserviert für eine Gratis-Besichtigung des Dorfes Brienz mit dem Führer Henry. Der einheimische Senior erzählte interessante Geschichten aus früheren Zeiten, den Unwettern, die nicht selten auftreten und der langjährigen Tradition der Holzbild-hauerei und Holzschnitzerei!  Urchige Chalets und romantische Gassen fallen besonders mit ihrem Blumenschmuck auf. Die Brunngasse ist über die Landesgrenze bekannt, stammen doch die meisten Häuser dieser Gasse aus dem 18. Jahrhundert. Nach der ermühdenden Besichtigung war Erholung angesagt und zugleich  erreichte uns auch das vorausgesagte schlechtere Wetter; ausruhen, Jassen und andere Spiele kamen zum Zuge!

Der Donnerstag war auch als Regentag angesagt und diente uns als „Spieltag“. Lotto war für den Vormittag vorgesehen und belohnte manch‘ Spieler/Spielerin mit praktischen Preisen! Es durfte viel gelacht werden. Schliesslich bot uns am Nachmittag der Film „Die Orangenpflückerin“ besondere Unterhaltung und hie und da war eine versteckte Träne nicht zu übersehen, weitere bevorzugten das Jassen.                                                                              Aufhellungen gegen Abend luden schliesslich zu weiteren Spaziergängen ein.      

Der Freitag, letzter Tag unsere Ferien, war für den Ballenberg  reserviert, dem Museum im Freien. Mehr als 100 historische Gebäude aus alten Landesteilen der Schweiz, über 200 Bauernhoftiere und die alte Handwerkerkunst, die uns geboten wurde, vermochte zu begeistern! Blicke in Stuben, Küchen, Speise- und Schlafkammern versetzten uns in das Alltagsleben vergangener Zeiten! Die Wetterprognosen waren nicht so gut, doch wurden wir einmal mehr mit Sonne verwöhnt. Das neu angebotene Zügli war leider schon ausgebucht, aber einige Kutscher mit ihren starken Pferden luden jene zum Mitfahren ein, die nicht mehr so schnell zu Fuss waren!  Zwischendurch verpflegten wir uns bei den gutbürgerlichen Gaststätten oder Imbiss-Ständen. Schliesslich kehrten noch einige im nahe gelegenen Trauffer-Museum ein, wo besondere Spielsachen angeboten werden.                                           

Eine erlebnisreiche, frohe Woche ist vergangen! Dankbar und zufrieden schauen wir zurück und werden die Erlebnisse, die tolle Gemeinschaft, das passende Wetter, die genussreichen Verpflegungen im Hotel Brienzerburli und dem dazugehörigen Seerestaurant Löwen und die schönen Begegnungen untereinander in bester Erinnerung behalten. Alles hat schlussendlich geklappt; wir sind vor Unfällen verschont worden, und alle haben sich für alle eingesetzt! Vielen Dank den aufgestellten Senioren und Seniorinnen!

                                                                                           Marianne Bumbacher